Beitragssätze sinken wieder

20. Januar 2009

Gerade auf das einheitliche Niveau von 15,5% angehoben, beschließt die Bundesregierung im Rahmen des großen Konjunkturpakets den Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung auf 14,9% herab zu setzen. Dieser Schritt ist nur einer von zahlreichen, die die Kaufkraft der Bundesbürger erhalten soll und gilt ab dem 01.07.2009 und damit pünktlich zu Beginn des Wahlkampfs im Superwahljahr.

Ob das allerdings der Schritt in die richtige Richtung ist, bleibt abzuwarten, denn bereits im Herbst des vergangenen Jahres wurde von Gesundheitsexperten und Krankenkassen gleichermaßen kritisiert, dass die Höhe des beschlossenen Einheitsbeitragssatzes bei weitem nicht ausreichend sei. Ihren Erkenntnissen zufolge, hätte sich die Koalition eigentlich auf einen Satz in Höhe von 15,8% einigen müssen, damit der Gesundheitsfonds nicht vom Start weg unterfinanziert ist. Nach Bekanntgabe des Beitragssatzes wurden viele Stimmen laut, dass es sich um eine rein politische nicht aber realistische Entscheidung gehandelt habe, angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl.

Nachdem der Beitragssatz ab 1. Juli 2009 um 0,6 Prozentpunkte gesenkt wird, fehlen dem Gesundheitsfonds in 2009 bereits Beitragseinnahmen in Höhe von über 2.9 Mrd. Euro.

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