Krankenkassen haben Überschuss in Milliardenhöhe
3. März 2009Die Beitragserhöhungen des vergangenen Jahres haben sich gelohnt. Vor allem für die Krankenkassen. Nachdem die amtierende Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt angeordnet hatte, dass alle Krankenkassen sich bis zur Einführung des Gesundheitsfonds entschulden müssen, haben zahlreiche Krankenkassen ihren Beitragssatz angehoben.
Vielfach wurde auch spekuliert, ob es nicht auch vor allem deshalb zu Beitragssteigerungen kam, um sich mit einem ordentlichen Finanzpolster auszustatten und damit die mageren Zeiten des Gesundheitsfonds besser überstehen zu können.
Dass diese Überlegungen durchaus gerechtfertigt waren, zeigt das Ergebnis, das die Krankenkassen zu vermelden haben. Weit über eine Milliarde Euro beträgt der Überschuss, was uns hoffen lässt, zumindest in diesem Jahr keine Zusatzbeiträge bezahlen zu müssen.
Der Plus verteilt sich ganz unterschiedlich:
Die AOK erwirtschaftet lt. Bundesverband allein 811 Millionen Euro, gefolgt von den Ersatzkassen Barmer mit über 223 Millionen, der Techniker mit 199 Millionen und der DAK mit über 148 Millionen Euro. Beide Spitzenverbände zeigen sich zuversichtlich mit den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds und dem Finanzpolster auszukommen.
Das Ergebnis in Höhe von insgesamt 1,381 Milliarden Euro berücksichtigt nur die AOK bundesweit und die vier großen Ersatzkassen. Von den kleineren Ersatzkassen und den Betriebskrankenkassen wurden noch keine Zahlen veröffentlicht. Es ist also durchaus möglich, dass sich der Überschuss noch weiter erhöht.